Saftige Klatsche

So schnell kann's gehen. Gerade noch auf der Couch gelegen und keine zwei Stunden später mit Tatütata in die Notaufnahme. Eigentlich hatte ich gedacht, wenn ich überhaupt mal in der Notaufnahme lande, dann, weil ich mich mit Susi auf die Nase gelegt hätte.

 

Pfeifendeckel! Alles begann Mittwochs abends, wo ich mit Montezumas Fluch unsere gekachelte Parzelle ausgiebig begutachtet hatte. Am nächsten Tag habe ich dann das Büro Büro sein gelassen und es ging im Laufe des Tages auch langsam wieder besser. Die Schmerzen im Bauch vergingen langsam und sonstiges Ungemach war auch bis zur Brotzeit verschwunden. Bis zur Brotzeit - da habe ich noch 3 Scheiben Gurken runtergewürgt und mich dann käsebleich auf die Couch verzogen. Plötzlich fingen die Schmerzen im unteren Körperbereich wieder an. Nach 3 Stunden Quälerei hat Schatzi den Notdienst gerufen. Die waren auch recht flott da und haben mich nach eingehender Untersuchung in den Teppich eingewickelt und mitgenommen. Mit Tatütata ging's ins Krankenhaus. Der diensthabende Arzt in der Notaufnahme hätte mich nach weiteren Untersuchungen, Röntgen und CT gleich in die Katakomben ins Kühlregal geschoben: 12 cm großer, bösartiger Tumor war seine Diagnose. Na, danke.

Nach einer schmerzhaften, unruhigen Nacht in der Notaufnahme ging's am nächsten Morgen gleich in die Vorbereitung zur OP. Es ist faszinierend, was man so als Halbtote alles vorher noch ausfüllen und unterschreiben darf. Auf jeden Fall war der Freitag mit OP und Aufwachen ausgefüllt. Schlussendlich war der bösartige Tumor eine geplatzte Zyste, die freundlicherweise noch ein Gefäß mit verletzt hatte. Macht also 1,5 Liter Blut, das sich nicht ordnungsgemäß in den Blutbahnen befunden, sondern sich in meinem Bauchraum ausgebreitet hat. Das Blut wurde bei der OP logischerweise abgesaugt und fehlt mir jetzt.

Ab sofort darf ich hochdosierte Eisentabletten schlucken und viel trinken. Grundsätzlich nicht verkehrt - jede Anstrengung fühlt sich an, als hätte ich gerade einen Halbmarathon absolviert. Die Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff ist unterirdisch, ich bekomme Atemnot. Und das mir, wo ich gerade so gut im Lauftraining war!

Motorradfahren fällt jetzt auch erst mal flach. Mir wird ja schon schwindelig, wenn ich neben Schatzi im Auto sitze. Mein Kreislauf kommt mit den normalen Geschwindigkeiten noch nicht so mit ... bei dem schönen Wetter liege ich jetzt herum. Die Planungen sind für den Teufel - nix Bike Week Geiselwind ... und das einzige motorradtechnische Vergnügen ist, mich in die Garage zu schleppen und Susi zu streicheln :-)

 

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