Custombike Show 2015

Custombike Show 2015 - Dick Motorcycle

Die Custombike Show in Bad Salzuflen ist europaweit die größte Customizing Messe. Drum mussten wir uns dort auch einmal umsehen. Gut 500 km Fahrt einfach haben wir dafür auf uns genommen. Was macht man nicht alles, um seinem Hobby zu frönen? Ich bin als Marketing-Tante große Messen gewohnt - allerdings für Fachpublikum und nicht, wie hier, hauptsächlich Endkunden.

Stau auf der A2

{phocagallery view=category|categoryid=13|imageid=142|float=right}Als wir am Samstag Vormittag von der Autobahn runter wollten, staute sich eine min. 500 m lange Autoschlange auf dem Seitenstreifen zur Ausfahrt. Hier haben sich auf der Autobahn z. T. haarsträubende Einfädelungsmanöver abgespielt. Grund des Staus war der Linksabbiegevorgang am Ende des Zubringers zur Messe. Statt hier ein paar Ordner abzustellen, die die Autos gruppenweise auf die Straße zur Messe geleitet hätten, war jeder Besucher sich selbst der Nächste: Wartezeiten und atemberaubende Abbiegemanöver von nur ein bis zwei Autos waren normal. Ebenso chaotisch ging es bei der Parkplatzzuweisung zu - das Briefing der Ordnungskräfte schien wohl nicht ganz klar gewesen zu sein.

Stau auf dem Fußweg

{phocagallery view=category|categoryid=13|imageid=143|float=left}Ohne Auto stauten wir uns nun zu fuß ins Messegelände: eine riesige Traube an Menschen zwängte sich durch 2 Tore, dazwischen eine Unterführung. Bei vielen herrschte anfangs Ratlosigkeit, warum hier so ein Auflauf ist. Außerdem kam man an der Schlange schlecht vorbei. So haben wir hier auch noch mal eine halbe Stunde in der Kälte gestanden. Behilflich wäre es gewesen, wenn ein oder zwei Ordner die Leute mit Karten eingwiesen hätten.

Dann hatten wir es immerhin geschafft: Yippie - rein in die Messehalle 20. Hier habe ich dann noch die Akkreditierungsstelle suchen dürfen, weil wir ja nicht durch den Haupteingang gekommen sind. Endlich konnten wir uns ganz der Messe widmen. Ganz übersichtlich waren die Hallen nicht - viele Menschen, viele Stände, viele Bikes - das Auge wusste nicht, was es zuerst in Augenschein nehmen sollte.

Halle 20 - proppevoll

{phocagallery view=category|categoryid=13|imageid=145|float=right}Beginnen wir mit Halle 20, da sind wir rein gekommen. Größter Stand hier war Indian / Victory. Der Großstand war jeweils an verschiedene Händler der Marken vergeben. Wir haben uns mit den Jungs von Bike House Schermbeck über die Indian Scout Sixty unterhalten. Mir war der Grund einer "kleinen" Scout nicht wirklich klar, außer der Preis. Gut, und der ist es auch. Die Sixty ist um rund 2.000 Euro günstiger als die "große Schwester". Für mich allerdings kein Argument, um auf Hubraum, Newtonmeter, Leistung und Qualität zu verzichten. Die kleine Scout hat 130 cm³ und 25 PS weniger, einen Kunstledersattel, einen schwarzen Rahmen und etwas weniger Bling-Bling. Alles andere ist gleich. Es gab einige hübsche Umbauten der Scout - die Jungs von Rothsee Choppers hatten auch einen feinen Umbau dabei. War zwar nicht ganz meins, mit Flyerbar und arg kleinem Sitzbrötchen, aber das zeigt, dass Indian durchaus gutes Potenzial zum Umbau besitzt.

{phocagallery view=category|categoryid=13|imageid=162|float=right}Die Biker Build off Bühne war ständig mit Schaulustigen umlagert - wer schaut nicht gerne andern bei der Arbeit zu? Respekt an die Leute auf der Bühne, ich würde mir ungern dabei auf die Finger gucken lassen.

{phocagallery view=category|categoryid=13|imageid=154|float=left}Ganz klar, dass wir bei unserem Schrauber des Vertrauens auch noch vorbei geschaut haben: Flo von Dick Motorcycles. Klein aber fein - Schatzi und ich mögen seine Umbauten sehr. Er liefert qualitativ hochwertige Umbauten ab, die sich sehen lassen können. Kraftrad.tv hat ein Interview mit ihm gemacht.

{phocagallery view=category|categoryid=13|imageid=159|float=right}Fred Kodlin war mit seinen Wahnsinns-Baggern da. Die F32 sieht in Zeitschriften und Magazinen weniger mächtig aus - doch wenn Frau dann davor steht, bekommt man Respekt beim Anblick.

In der Halle 20 waren die Ausstellungsinseln der Bikeshow angesiedelt - nach meinem Empfinden war es ein wenig durcheinander. Sicherlich kann man so die vielen verschiedenen, kreativen und irren Umbauten anschauen. Aufgrund des hohen "Verkehrsaufkommens" wurde man oft dran vorbeigeschoben, ohne Zeit für nähere Betrachtung zu haben. Eine halbe Halle nur für die Bikeshow hätte ich besser gefunden.

Ansonsten haben wir uns durch die Halle treiben lassen und sind dann rechtzeitig in die Nummer 21 abgebogen.

Halle 21 - Harley Halle

In Halle 21 dominierte Harley Davidson und Thunderbike. Die zwei Harley-Stände waren mit Menschen gestopft voll und wir hatten wenig Lust, uns dort umzusehen. Genau das gleiche Schauspiel bei Thunderbike. Nun gut, wir fahren ja auch keine Harley. Hier war ebenfalls Tante Louise mit einem großen Stand vertreten und ein paar Bikes, die von selbiger customized wurden. 

Halle 22.1 - Hauptbühne

{phocagallery view=category|categoryid=13|imageid=168|float=left}Die Rolltreppe runter ging's in die Halle 22.1 mit der Hauptbühne. Fand ich jetzt nicht wirklich ansprechend. Hier waren BMW und Ducati groß vertreten. BMW logischerweise mit der R nine T in jeglicher Umbauvariante und Ducati mit den Scrambler-Modellen. Die Hauptbühne mit seitlichem Warsteiner-Truck war irgendwie lieblos an die Wand gestellt, mir hat da ein wenig mehr Licht gefehlt. Aber gut, wir waren auch nicht die ganze Zeit dort, sicherlich hat's zu den Verleihungen besser ausgesehen.

Zwischendrin haben wir noch Sandra von Bike-addicted.de getroffen - wir Bloggerinnen unter uns :-) Schatzi hat manchmal etwas desinteressiert geschaut ;-) Ich habe mich sehr gefreut, dass aus einem virtuellen Kennen ein schönes persönliches Kennenlernen geworden ist.

Fazit

Aufgrund der Tatsache, dass Customizing der "Chopper Szene" zu 98% an Harleys oder mit Harley-Motoren durchgeführt wird, waren eben auch entsprechend Custombikes und Customizer da. Für Japan-Chopper und Cruiser konnten wir nichts entdecken - aber es war auch super voll, so dass man an einige Stände einfach nicht richtig ran kam. Die Halle 20 war gestopft mit Ständen, vor allem mit den Bikeshow Inseln. Da hätte ich mir mehr Übersicht gewünscht. Ein Lichtblick war der Indian/Victory-Stand, der mit seiner Größe und Offenheit eine Wohltat für Auge und Ohr war. Leider hat die riesige Rückwand des Indianstands die dahinterliegenden Aussteller ziemlich verdeckt und diesen Bereich auch recht abgedunkelt. Etwas mehr Licht für den dahinterliegenden Warsteinerstand wäre schön gewesen. Vermisst habe ich ein wenig die Helmhersteller - Nolan war mit einem kleinen Stand da, und einen skandinavischen Hersteller habe ich wahrgenommen. Ansonsten waren es hauptsächlich Händler, die die Marken vertraten.

Vielleicht bringt eine zusätzliche Messehalle etwas Entspannung in das Ganze - oder eben nicht noch alle Nachmeldungen zuzulassen. Ein paar mehr Ordner, die auch wissen, was sie tun, würden bei der Anreise etwas Beruhigung und Entzerrung bringen. Ein wenig weniger Männer mit Bierdosen im Anschlag wären auch ganz angenehm - aber vielleicht bin ich da ein wenig zu spießig veranlagt ;-)

Im nächsten Jahr werden wir erst einmal aussetzen - dafür aber sicherlich eine andere Motorrad-Ausstellung auf der Liste haben.

Wir sehen uns auf der Motorradwelt Bodensee im Januar 2016!

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