Selbst ist die Frau

Anita

Die Liebe zum Motorradfahren begann bei Anita bereits in den frühen 80ern: Da ist sie mit ihrem Freund auf einer Harley Davidson Sportster als Sozia mitgefahren.

Doch es hat noch einige Jahre gebraucht, bis sie 1992 den Motorradführerschein gemacht hat. In den 90ern waren Frauen auf Motorräder noch exotischer als heute. Auf einer Suzuki Savage gingen die ersten Touren los. Hier merkte Anita, dass das nicht das Maß aller Dinge ist.

Es musste eine HD Sportster 883 sein

1993 kam die Savage weg und die Sportster her. Jede freie Minute hat Anita auf dem Motorrad verbracht und hatte bald darauf eine Stelle bei Harley-Davidson Senn in Karlsruhe. Dort hat sie selbst Hand anlegen dürfen und unter Anleitung der Mechaniker dort ihre Sporty auf 1200ccm umgebaut. Respekt! Weitere Umbauten wie Fender, breitere Gabel etc. wurden von den Mechanikern erledigt.

Im Laufe der Zeit kam ihre Tochter auf die Welt, die leider wegen einer geistigen Behinderung viel Aufmerksamkeit und Hingabe von ihr erfordert.  Deshalb genießt Anita jede Minute, die sie auf ihrer geliebten Harley verbringen kann. Die Harley-Szene hat sie nie losgelassen und sie freut sich über jede Begegnung mit den "alten" Fahrern.

Die Harley Szene hat mich nie losgelassen und man trifft die alten Fahrer immer wieder .
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Hier noch eine Geschichte von Anita als jahrzehntelang-erprobte Motorrad-Party-Fahrerin:

Mit meinem damaligen Freund waren wir mit den Mühlen in Spanien zelten.
Auf dem Rückweg sind wir 800km am Stück gefahren und davon 700km im strömenden Regen. In der Schweiz sind wir in ein Hotel. Der Angestellte war sehr hilfsbereit und bot uns an, alles in den Trockner zu tun. Auch die Schuhe. Halt das geht nicht, wir haben nur diese dabei und wollen im Restaurant noch was essen. Hmmm?
Lösung: Alle Klamotten aus den Satteltaschen raus die in Mülltüten stecken. Trockne Socken raus, angziehen, Mülltüten über die Socken (die natürlich am fuß waren) und rein in die nassen Stiefel. So sind wir trockenen Fußes am nächsten Tag wieder heimgekommen. Als ich zu Hause war hab ich festgestellt, dass das Rückkicht fast abgefallen wäre und ich den Tank fast verloren hätte.

Und heute hab ich immer auf Partys über Nacht 2 Mülltüten, ein paar Socken, kleine Zahnpasta und Bürste in meiner kleinen Werkzeugrolle dabei.

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