Rudelkuscheln

Rudelreiter

Gemeinsam statt einsam scheint in der letzten Zeit das Motto vieler Motorradfahrer und -Innen zu sein. Auf FB und anderen sozialen Kanälen rotten sich rudelweise Motorradgruppen zusammen, dass man meinen könnte, Motorradfahren sei eine Teamsportart.

Regionales Gemeinsamfahren

Während PokémonGo zu Aufläufen in der Innenstadt oder auf Friedhöfen verleitet, so ist die neue Rudelbildungsmentalität bei Motorradfahrern scheinbar ebenso grenzenlos. Kein Tag vergeht, in dem nicht in meiner FB Timeline irgendwelche neuen Kuschelgruppen für regionales Gemeinsamfahren auftauchen. Bilder von scharenweise geparkten motorisierten Zweirädern mit ihren in schwarz oder warnwesten-gelb gekleideten Treibern.

Rudelfahren - ein Graus

Ich bekenne mich schuldig - ich finde Rudelfahren einfach grauslich. Alles über 4 oder höchstens 6 Motorrädern (so viel sind's, wenn wir es mal im Freundeskreis schaffen, alle zum selben Termin, Zeit und eine fahrbereite Maschine zu haben) ist für mich die totale Abwesenheit von Spaß. Ständig noch mehr darauf zu achten, was vor und hinter mir passiert, dazu den allgemeinen Straßenverkehr und die üblichen Vollpfosten im Visier zu haben, dann nicht so fahren können, wie man mag, Überholen in großen Gruppen - fast unmöglich. Was ist daran Vergnügen? Klar, alleine fahren ist auch nicht immer der Brüller. Doch warum in Gruppengrößen heuschreckenartigen Ausmaßes? Mir entzieht sich der Sinn.

Chopperfahrer fahren einsam

Als Chopperfahrer ist man sowieso ein Exot in der Randgruppe der motorradfahrenden Menschen. Fährt man am Treffpunkt vor, wird man mitleidig belächelt, mit seltsamen Fragen konfrontiert oder einem sonst wie gutmütig Bedauern ausgedrückt. Ich fühle mich auch nicht wohl in mitten von Nakedbikern, Sportlern, Tourenbikern und Supersportlern - ganz zu schweigen von meinem Motorrad. Macht aber auch nix - Alleine oder zu zweit mit Schatzi macht es doch am meisten Spaß.

Spontaneität ist Trumpf

Alleine oder zu zweit, vielleicht auch noch zu dritt, ist man wunderbar spontan. Ist das Wetter schlecht, fällt das Fahren eben aus ohne, dass ich 15 Leute absagen muss. Ist das Wetter gut, habe ich nicht den Druck zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu sein. Wir planen eine spontane Tour und fahren los, wann wir es wollen. Und auch die Pausen können wir so wählen, wie es gerade in die Tour passt. Das ist für mich entspanntes Fahren. Wenn mal eine flottere Gangart angesagt ist, sind die Dosen vor einem auch immer schnell geschnupft. Im Rudel eine Kaugummiangelegenheit.

Sollte man mich (und Schatzi) mal in einem Motorradrudel vorfinden, dann hat das schon einen besonderen Grund. Ich bin dann doch lieber die Wölfin, die mit ihrem Wolf dem Sonnenuntergang entgegen fährt.

Wie haltet Ihr das mit der Rudel-Fahrerei?

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